
Behandlung
Gesundheit erhalten, statt Krankheit therapieren.
Chronischen Schmerzpatienten den Alltag erleichtern.
Kompensationen und sekundäre Erkrankungen verhindern.
Ablauf und Infos

Manuelle Therapien eignen sich nicht nur hervorragend zur Rehabilitation nach Erkrankungen und Verletzungen, sondern sind in regelmäßigen Abständen grundsätzlich für jedes Tier zu empfehlen: einseitige Belastungen, im Alltag eingeschlichene Gewohnheiten und besondere Anforderungen sind nicht nur bei uns Menschen ein bekanntes Problem, sondern führen auch bei unseren Haustieren zu schiefen Körperhaltungen und vermehrter Belastung mancher Körperteile, die nachfolgend verfrühte Verschleißerscheinungen und Schmerzsymptome mit sich bringen können.
Ich lege daher eine regelmäßige Kontrolle bereits im jungen Alter nahe, bevor sich Schiefstellungen festsetzen. Darüber hinaus empfehlen sich die manuellen Therapien insbesondere bei unseren geriatrischen Patienten, um eine langfristige Schmerzfreiheit im Alter anzustreben. Denn Alter ist keine Krankheit und kein Grund, nicht agil bleiben zu dürfen.
Bei mir sind grundsätzlich alle Tiere als Patienten willkommen. Mein Fokus liegt jedoch in der Behandlung von Pferden und Hunden. Sollten Sie mit anderen Tierarten gerne in meine Behandlung kommen wollen, bitte ich Sie, vorab Rücksprache mit mir zu halten.
Ablauf und Infos:
Pferde behandele ich selbstverständlich an ihrem Stall. Auf Anfrage komme ich bei stationären Aufenthalten auch zur Behandlung in Kliniken und Praxen. Für Hunde biete ich Termine in meinem Praxisraum, in der Gustav-Radbruch-Str. 5 in 50996 Köln-Rodenkirchen an. Hier habe ich in einer angenehmen Atmosphäre verschiedenes Equipment, um die bestmögliche Behandlung zu bieten. Aus Erfahrung ermögliche ich aber auch bei Hunden Behandlungsorte, die Ihr Tier kennt und in denen es sich wohl fühlt. Daher komme ich nach Absprache und gegen Fahrtkosten auch gerne zu Ihnen nach Hause oder zu einem für Ihr Tier bekannten Ort.
Mein Einzugsgebiet erstreckt sich grundsätzlich über die Städte bzw. Kreise: Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Krefeld, Rhein-Erft, Rhein-Neuss, Rhein-Sieg, Kreis Euskirchen und Kreis Mettmann. Sollten Sie nicht aus einem dieser Gebiete kommen, fragen Sie mich gerne trotzdem an.
Um sowohl Besitzer als auch Tier gerecht zu werden, starte ich vor jeder ersten Behandlung mit einer ausführlichen Anamnese. Hier möchte ich nicht nur die Wünsche und Ziele von Ihnen als Besitzer erfahren, sondern natürlich auch alle wichtigen und vermeintlich unwichtigen Daten und Fakten zu Ihrem Haustier sammeln. So kann ich mir ein möglichst genaues Bild von der Krankengeschichte und dem aktuellen Fitnessstadium Ihres Tieres machen, um meine Behandlung entsprechend individuell darauf ausrichten.
Auch wenn vieles schon vorab in einem telefonischen Gespräch geklärt werden könnte, lege ich wert darauf, die Informationen im Beisein des Tieres einzuholen, um hier konkrete Fragen und Auffälligkeiten direkt mit in das Gespräch aufnehmen zu können. Außerdem bietet mir dies die Gelegenheit und Zeit, mich langsam mit Ihrem Tier vertraut zu machen und eine möglichst entspannte Atmosphäre aufzubauen.
Bevor ich das Tier manuell untersuche, beginne ich strukturiert mit der Untersuchung der Bewegungsabläufe. Hierzu schaue ich mir immer das Tier im Stand sowie in Bewegung an, um erste Asymmetrien im Bewegungsablauf und der Körperhaltung aufzunehmen.
Sollten Sie als Besitzer unsicher sein, ob eine manuelle Therapie bei Ihrem Tier notwendig ist, können wir im Einzelfall auch eine Bewegungsanalyse vorziehen und nach dem Ergebnis entscheiden, ob eine Behandlung empfehlenswert ist oder nicht.
Im Anschluss an die Ganganalyse untersuche ich systematisch die einzelnen Bewegungseinheiten des Körpers und löse hierbei direkt – und soweit möglich direkt – vorliegende Blockaden.
Warum soweit möglich? Der Erfolg einer Behandlung ist direkt abhängig von drei Komponenten:
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der Kooperationsbereitschaft des Tieres
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der Anzahl und Beständigkeit der Befunde
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der mit den Befunden einhergehende Schmerzgrad
Alle drei Faktoren beeinflussen immens die Dauer der Behandlung. Hierdurch kann schlichtweg die psychische Belastbarkeitsgrenze Ihres Tieres erreicht sein und sich in physischem Widerstand äußern, gegen den ich (unter anderem aufgrund einer geringen Erfolgschance) nicht „ankämpfen“ möchte. Daneben kann die Therapie sehr schmerzhafter Blockaden genauso wie die einer Vielzahl an kleinen Befunden die körperliche Belastbarkeitsgrenze Ihres Tieres überschreiten. Die lokalen und systemischen Auswirkungen der Behandlung können hierbei neben Erschöpfung und Muskelkater nachfolgende Verspannungen auslösen und bei Pferden vereinzelt zu milden Koliken führen. Vertrauen Sie mir daher bitte, wenn ich Ihnen nahelege, die Behandlung an einem anderen Tag fortzusetzen.
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In erster Linie ist mir wichtig, Ihnen die vorliegenden Befunde zu erläutern und deren Konsequenzen nahe zu bringen. Unabhängig von dem Ausmaß der Befunde sollte Ihr Tier die nächsten 1-2 Tage schonend (das heißt beim Pferd ohne Reiter, beim Hund an der Leine) bewegt werden und sich etwas ausruhen dürfen. Entspannte Bewegung ohne weitere Anstrengung ist aber förderlich und hilft dem Körper, die gesetzten Bewegungsreize und die Mobilisation durch meine Behandlung zu verarbeiten.
Ergänzend bespreche ich gerne auch weitere individuelle Übungen und Trainingsmöglichkeiten für die nachfolgende Zeit, die Sie als Besitzer mit Ihrem Tier umsetzen sollten. Dies hilft zum einen, einen möglichst langfristigen Effekt meiner Behandlung aufrecht zu erhalten, und zum anderen den Fitnesszustand Ihres Tieres langfristig zu verbessern.
Bei Unsicherheiten, Auffälligkeiten oder Unklarheiten nach einer Behandlung stehe ich gerne für Fragen bereit.
Tiere, die unter einer akuten, starken Lahmheit unbekannter Genese leiden, sind oftmals nicht für eine manuelle Therapie geeignet. Insbesondere bei Verdacht auf Frakturen, akute Entzündungsprozesse oder starke Schädigung von Weichteilgewebe wie Sehnen oder Bänder ist eine Vorstellung beim Tierarzt zwingend nötig. Natürlich schaue ich mir Ihr Tier gerne an, um Sie bei der Einschätzung der Situation zu unterstützen. Allerdings muss ich im Zweifelsfall ohne eine Behandlung an den/die Kolleg:in überweisen. Sehr gerne arbeite ich im Anschluss gemeinsam mit Ihrem Tierarzt an einer schnellen und effizienten Therapie und Rehabilitation Ihres Tieres.
Insbesondere bei länger bestehenden Lahmheiten oder Gangunreinheiten, fängt der Körper an, die schmerzhaften Körperpartien mittels Kompensationen zu entlasten. Das bedeutet, dass zentraler gelegene Körperteile für die schmerzhaften Bereiche vermehrt Belastung übernehmen. Mit der Zeit macht sich das jedoch auch in diesen Körperteilen als Steifigkeit, Muskelverspannung und Blockaden bemerkbar. Im Rahmen der manuellen Therapie werden eben diese nun aber wieder gelöst. Als Konsequenz geht wieder mehr Last auf die eigentlich schmerzhaften Körperpartien, sodass die ursprüngliche Lahmheit wieder deutlicher hervortritt. Was heißt das nun genau? Zum einen wird sich das klinische Bild entsprechend verschlechtern, was natürlich erstmal erschreckend und kontraproduktiv scheint. Dies bietet aber zum anderen ein klares Bild der eigentlichen Ursache und damit die perfekte Grundlage für weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen, um diese zu eliminieren. Daher bitte nicht erschrecken, sondern gerne und jederzeit Rücksprache halten, um Ihren Vierbeiner vollends wieder schmerzfrei zu bekommen.
Neben zuvor unerkannten Lahmheiten können nach einer Behandlung in seltenen Fällen gastrointestinale Probleme auftreten. Dies liegt daran, dass die Behandlung einer jeden Bewegungseinheit hochsensible Rezeptoren anspricht, die entsprechende Signale über das zentrale Nervensystem ans Gehirn senden. Kurzgefasst aktivieren diese Signale nicht nur das motorische Nervensystem für die Körperbewegung, sondern beeinflussen zugleich das vegetative Nervensystem, was wiederum die inneren Organe versorgt. Aus diesem Grund ist die Aktivität des Magendarmtrakts durch die manuelle Therapie gesteigert und kann in einzelnen Fällen vorübergehend zu milden Koliksymptomen führen. Aus dem gleichen Grund kann es nach den Behandlungen zu unmittelbarem Harndrang und Kotabsatz kommen. Dies ist völlig physiologisch und unbedenklich.